Mittwoch, 8. November 2017

10.11.1928 Geburtstag Ennio MORRICONE

Ennio MORRICONE

10.11.1928   Geburtstag Ennio MORRICONE, Dirigent und Filmmusik-Komponist.
Ennio Morricone ist ein italienischer Komponist und Dirigent. Er hat auch unter den Pseudonymen Dan Savio und Leo Nichols gearbeitet und komponierte die Filmmusik von über 500 Filmen. Sein Name wird vornehmlich mit dem Filmgenre des Italo-Western in Verbindung gebracht, obwohl er „nur“ für etwa 30 solcher Filme die Filmmusik geschrieben hat. 2007 erhielt Morricone den Oscar für sein Lebenswerk.
Besondere Bekanntheit erlangten seine Filmmusiken zum Italowestern-Klassiker Zwei glorreiche Halunken (Original: Il buono, il brutto, il cattivo), zum Western-Epos Spiel mir das Lied vom Tod, zu Roland Joffés Drama Mission und für Giuseppe Tornatores Film Cinema Paradiso. 2007 erhielt Morricone den Oscar für sein Lebenswerk.
Morricone studierte am Konservatorium von Santa Cecilia Trompete und Chormusik und erhielt 1946 sein Konzertdiplom als Trompeter. Ein Jahr später folgte ein erstes Engagement als Theaterkomponist. 1953 begann er mit der Gestaltung des Abendprogramms eines italienischen Rundfunksenders. Für seine Ausbildung als Komponist am Konservatorium, die er 1954 mit einem Diplom abschloß, zeichnete Goffredo Petrassi verantwortlich. 1956 heiratete er Maria Travia. Er etablierte sich ab Mitte der 50er Jahre mit Kammermusik- und Orchesterwerken in der musikalischen Avantgarde seines Landes. 1958 unterschrieb Morricone einen Arbeitsvertrag als Musikassistent bei der staatlichen Rundfunkanstalt Radiotelevisione Italiana, wo er als Arrangeur tätig war. Auch für zahlreiche Schallplattenaufnahmen im Genre Pop (beispielsweise für Gino Paoli) schrieb er Arrangements und leitete Band und Orchester.
Morricone komponierte 1961 seine erste Filmmusik für Luciano Salces Il Federale, doch ließ der internationale Erfolg noch einige Jahre auf sich warten. 1964 begann er seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Sergio Leone (die beiden gingen zusammen in dieselbe Schulklasse) und Bernardo Bertolucci. In dieser Zeit schrieb er unter anderem die Musik für Leones Filme Für eine Handvoll DollarZwei glorreiche Halunken und Spiel mir das Lied vom Tod. Morricones Kompositionen unterschieden sich stark von den traditionellen symphonischen Western-Soundtracks aus Hollywood und wirkten durch ihre ungewöhnlichen Soundelemente (Maultrommeln, Pfiffe, Schreie, Kojotengeheul, Eulenrufe, Glocken, Spieluhren, Peitschenknallen, Schläge auf Amboß etc.) stilbildend und innovativ. Mit einigen seiner Kompositionen konnte der Komponist sogar Hitparadenerfolge verbuchen. Im Genre des Italo-Westerns orientierten sich zahlreiche Komponisten an dem von Morricone entwickelten Stil.
Seit Mitte der 1990er Jahre komponierte Morricone in jedem Jahr die Filmmusik für etwa 15 Filme. Außerdem spielte er von 1964 bis in die siebziger Jahre im von Franco Evangelisti initiierten Improvisationsensemble Gruppo di Improvvisazione Nuova Consonanza. Zusammen mit anderen Komponisten gründete Morricone 1984 in Rom das I.R.TE.M, eine Forschungsanstalt für musikalisches Theater.
In mehr als vierzig Jahren künstlerischen Schaffens schrieb Morricone über 500 Filmmusiken und arbeitete dabei mit namhaften italienischen und internationalen Regisseuren zusammen. Er dirigierte eine große Anzahl von Orchestern, wobei er für zahlreiche Konzerte sowie Filmmusikaufnahmen mit dem Roma Sinfonietta Orchestra zusammenarbeitete. Mit diesem Ensemble gab Morricone am 2. Februar 2007 auch ein Ehrenkonzert zum Amtsantritt des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon.
Neben Film- und Bühnenmusik hat er aber auch weiterhin Kammermusiken für Solisten (Gitarre, Klavier, Violine, Cello) und diversen Formationen (Trio, Quintett, Sextett, Piano und Instrumente, Gesang und Instrumente, Chöre etc.) sowie Kantaten geschrieben.
Sein Sohn Andrea Morricone ist ebenfalls Komponist. Beide komponierten für Cinema Paradiso.
Morricone trug mit seiner Musik wesentlich zum Welterfolg der Leone-Western bei, die heute Kultfilme sind, wie zum Beispiel Spiel mir das Lied vom Tod. Leone bekannte einmal, dass Morricone für ihn mehr ein Drehbuchautor sei als ein Komponist, denn durch die Musik könne er etwas mitteilen, was er sonst hätte zeigen müssen. Und vom Komponisten ist überliefert:
„Filmmusik braucht Raum, um sich entfalten zu können. Der Film muß der Musik Zeit geben, um sich zu entwickeln.“
Trivial: Ennio Morricone ist der "Namenspate" meines Motorrades Ennio:
Ennio - Tagebuch eines Motorrades:  ISBN     978-3-86870-962-9
Ennio - Rückfahrkarte ins Leben:        ISBN   978-3-96103-077-4






10.11.1890 Geburtstag Carl BORGWARD


Carl Borgward




10.11.1890   Geburtstag Carl BORGWARD, Autobauer, Todestag 28.7.1963
Carl Friedrich Wilhelm Borgward war ein deutscher Ingenieur und Unternehmer. Der von Carl F.W. Borgward geschaffene Automobil-konzern war in den 1950er-Jahren der größte Arbeitgeber Bremens. Das Unternehmen mit den Marken Borgward, Hansa, Goliath und Lloyd ging 1961 in die Insolvenz. Der Konkurs wurde fast fahrlässig verursacht.

11.9.1961     Über den Bremer Automobilhersteller BORGWARD wird das Konkursverfahren verhängt, nachdem im Juli beantragte Vergleichverfahren scheitern.


10.11.1925 Geburtstag Richard BURTON

Richard BURTON

10.11.1925   Geburtstag Richard BURTON, Schauspieler, Todestag 5.8.1984
Richard Burton, geboren als Richard Walter Jenkins jr., war ein britischer Schauspieler. Der Waliser studierte Literatur an der Universität Oxford. Burton, der zunächst als Shakespeare-Darsteller hervortrat, gilt als einer der bedeutendsten englischsprachigen Bühnenschauspieler. Zum Film kam er mit knapp 30. Er wirkte in zahlreichen Filmen mit und erlangte in den 1960er-Jahren auch durch seine zwei Ehen mit Elisabeth Taylor internatio­nalen Starruhm.



10.11.1919 Geburtstag Michail Timofejewitsch KALASCHNIKOW

Michail Timofejewitsch KALASCHNIKOW

10.11.1919   Geburtstag Michail Timofejewitsch KALASCHNIKOW, Waffen-Konstrukteur
Michail Timofejewitsch Kalaschnikow ist ein russischer Waffenkonstruk­teur und Generalleutnant. Er entwarf das vollautomatische sowjetische Gewehr AK-47, die mit rund 100 Millionen Stück meistproduzierte Waffe der Welt. Die Abkürzung AK-47 steht für „Awtomat Kalaschnikowa obrasza 1947“. Kalaschnikow wurde zweimal als „Held der sozialisti­schen Arbeit“ und außerdem als „Held der Russischen Föderation“ ausge­zeichnet.




10.11.1888 Geburtstag Andrej TUPOLEW

Andrej TUPOLEW

10.11.1888   Geburtstag Andrej TUPOLEW, russischer Flugzeugbauer, Todestag 23.12.1972
Andrej Nikolajewitsch Tupolew war ein sowjetischer Flugzeug­konstrukteur. Er schrieb 1925 Fluggeschichte mit der Tupolew ANT-4, dem weltweit ersten zweimotorigen freitragenden Ganzmetallbomber. Aber er baute auch das Verkehrsflugzeug Tu-10. Sein Sohn, Alexej Andrejewitsch Tupolew, setzte Ingenieurlaufbahn seines Vaters fort.




10.11.1759 Geburtstag Friedrich SCHILLER

Friedrich SCHILLER

10.11.1759   Geburtstag Friedrich SCHILLER, deutscher Dichter, Todestag 9.5.1805.
Johann Christoph Friedrich von Schiller, 1802 geadelt, war ein deutscher Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutsch­sprachigen Dramatiker und Lyriker. Viele seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater. Seine Balladen zählen zu den bekanntesten deutschen Gedichten. Schiller gehört mit Wieland, Herder und Goethe zum Viergestirn der Weimarer Klassik. Goethe und Schiller waren befreundet, störten sich aber an einigen Macken des anderen: Goethe an Schillers Passion für Tabak und Karten­spiele, Schiller an Goethes “wilder Ehe“ mit Christiane Vulpius.



10.11.1493 Geburtstag PARACELSUS

Philipp Theophrast Bombast von Hohenheim
ist
PARACELSUS


10.11.1493   Geburtstag Philipp Theophrast Bombast von Hohenheim, Todestag 24.9.1541
bekannt als PARACELSUS
Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim, getauft als Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, war Arzt, Alchemist, Astrologe, Mystiker, Laientheologe und Philosoph. (Das Wort bombastisch kommt von „Bombast“ und war ein Baumwoll­-Mischgewebe, mit dem in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts die Gewänder des spanischen Hofes ausgestopft und abgesteift wurden. Bombast ist vom Griechischen Bombyx abgeleitet und bedeutet so viel wie Baumseide.)
Das Wissen und Wirken des Paracelsus gilt als überaus umfassend. Seine Heilungserfolge waren legendär, trugen ihm aber auch erbitterte Gegner­schaft durch etablierte Mediziner und Apotheker ein. Verschärft wurden deren Anwürfe durch zu­sätzliche, oftmals beißende Kritik seitens des Paracelsus an der vorherrschenden Lehrmeinung der Viersäftelehre nach Galen und der Bücherweisheit damaliger medizinischer Gelehrter. Paracelsus hinterließ zahlreiche deutschsprachige Aufzeichnungen und Bücher medizinischen, astrologischen, philosophischen und theologischen Inhalts, die groß­teils erst nach seinem Tode erschienen. Nach dem frühen Tod seiner Mutter zog Vater Wilhelm mit Paracelsus 1502 nach Villach, wo er eine stadt- und werksärztliche Praxis aufbaute und führte. Durch seinen Vater erhielt Paracelsus erste Einblicke in Medizin, Bergbau und Scheide­kunst. Im Alter von 16 Jahren nahm er das Medizinstudium an der Universität zu Basel auf. Es schlossen sich etwa 12 Wanderjahre des jungen Theophrastus an. Nachgewiesen sind dabei Aufenthalte bei bekann­ten Alchimisten wie Sigmund Füger von Schwaz und Abt Bruno Graf von Spanheim. 1510 erlangte Paracelsus in Wien den Grad eines Bakkalaureus der Medizin. Nach einem kurzen Aufenthalt in Ferrara zur Erlangung der Doktorwürde, (1516?), zog er als Wundarzt durch große Teile Europas. 1524/25 ließ er sich in Salzburg nieder, machte sich durch seine Unterstützung der Aufständischen im Bauernkrieg beim Salzburger Erz­bischof Matthäus Lang von Weilenburg unbeliebt und verließ Salzburg daraufhin fluchtartig. In den Jahren 1527 bis 1528 hielt Paracelsus als Stadtarzt von Basel und mit Berechtigung, an der Medizinischen Fakultät zu lehren, erstmals Vorlesungen. Entgegen damaliger Gepflogenheiten hielt er diese in deutscher Sprache statt Latein und öffnete seine Vorlesungen auch für die Allgemeinheit, denn: >Die Wahrheit müsse nur deutsch gelehrt werden< und: >Nun ist hie mein Fürnemmen zu erkleren, was ein Arzt seyn soll, und das auff Teutsch, damit das in die gemein gebracht werde<. Dieser Umstand und die während seiner Lehrzeit vorgebrachten heftigen Kritiken an der Ärzte- und Apothekerschaft resultierten in Schmähschriften gegen Paracelsus bis hin zu offen vorgebrachten Bedrohungen gegen Leib und Leben. Vermutlich von Fürst Ernst, Pfalzgraf zu Rhein und Herzog in Bayern berufen, zog Paracelsus 1541 nach Salzburg, wo er am 24. September 1541 an den Folgen einer Bleivergiftung starb. Wahrscheinlich ist, daß sich der Arzt mit Blei selbst therapiert hat, um so eine ebenfalls festge­stellte Mittelohrentzündung zu bekämpfen. Paracelsus wurde am Sebastiansfriedhof in Salzburg beigesetzt und 1752 in die Kirche St. Sebastian umgebettet.
Die deutsche Übersetzung der Grabinschrift lautet: „Beerdigt ist hier Philipp Theophrast mit den Würden des Doktors der Medizin, der jene unheil­vollen Leiden Lepra, Gicht, Wassersucht und anderes unheilbares, für den Körper Ansteckendes mit wunderbarer Kunst wegnahm. Und er hat sein Vermögen geehrt, indem er es unter den Armen verteilte und unter­brachte. Im Jahre 1541 am Tag 24 des Septembers hat er das Leben mit dem Tode getauscht. Friede den Lebenden, ewige Ruhe den Begrabenen.