Sonntag, 16. Juli 2017

17.7.1998: Die Bergwerkskatastrophe von Lassing

LASSING
Grubenunglück vom 17.7.1998

17.7.1998     Beim größten Grubenunglück der österreichischen Nachkriegszeit in Lassing (Steiermark) kommen 10 Bergleute ums Leben. Wie durch ein Wunder kann ein Mann nach 9 Tagen gerettet werden.

26.7.1998     Der am 17.7. in Lassing verschüttete Bergmann Georg HAINZL wird 9 Tage nach dem Grubenunglück von Lassing in 60 m Tiefe lebend geborgen. Bei dem Versuch, Hainzl zu retten, kommen zehn Bergleute ums Leben.


Das Grubenunglück in der obersteirischen Gemeinde Lassing ereignete sich am Vormittag des 17.7.1998 und war das schlimmste dieser Art in Österreich seit 1945.
In Lassing befindet sich die größte bekannte karbonatgebundene Talklagerstätte der Ostalpen. Geologisch ist sie der nördlichen Grauwackenzone der Obersteiermark zuzurechnen. Die Lagerstätte umfaßt zwei Baufelder, das Nord- und Südfeld, von denen das Südfeld keine Verbindung zur Geländeoberfläche aufweist. Es ist von ca. 60 m mächtigen Lockergesteinen überdeckt.
Der Lassinger Talk wurde 1891 von einem ortsansässigen Bauern bei Bauarbeiten entdeckt. 1901 begann die untertägige Förderung. 1939 wurde die Grube vom Familienbetrieb Talkumwerke Naintsch übernommen und ging 1988 in den Besitz der Rio Tinto Group über.
Am 17.7.1998 brach die Decke einer illegal abgebauten Sohle ein. Wasser drang ein und bewirkte einen Schlammeinbruch in das Bergwerk. An der Oberfläche war dies dadurch erkennbar, daß ein Haus im Ortszentrum langsam einzustürzen begann. Nach und nach bildete sich ein immer tiefer und größer werdender Krater, der nach und nach insgesamt 20 Häuser zerstörte bzw. beschädigte.
Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten 34 Menschen bei den Naintscher Mineralwerken, unter ihnen auch Georg Hainzl, der wahrscheinlich während des ersten Schlammeinbruchs in einer Jausenkammer verschüttet wurde.
Anfangs gab es telefonischen Kontakt zum 24-jährigen Bergmann, der aber abbrach. Ein zehn Mann starker Rettungstrupp, bestehend aus neun Bergmännern und einem Geologen, fuhr noch am selben Tag in den Berg ein. Als um 22°° Uhr der zweite Schlammeinbruch die Grube implodieren ließ, begann der Horror in Zeitlupe. Der Krater wuchs, Lichter gingen aus, Laternenmasten standen schief, und der Rettungstrupp, also zehn weitere Männer, wurde vermißt. Bald hieß es, es gebe keine Rettung mehr für die elf Verschütteten. Spezialbohrer aus Deutschland wurden von der Werksleitung wieder abbestellt, die Rettungsmaßnahmen gingen nur schleppend voran. Hilfe von außen war unerwünscht.
Doch dann passierte das Wunder von Lassing: Der zuerst verschüttetet Bergmann Georg Hainzl wurde nach zehn Tagen in erstaunlich gutem Gesundheitszustand gerettet, und zwar von einer ausländischen Firma, die auf eigene Faust weitere Bohrversuche unternommen hatte.
Die zehn Männer der Rettungsmannschaft blieben im Berg und wurden für tot erklärt. Im Jahr 2000 wurde die Suche nach ihren Leichen eingestellt.
Das Unglück besiegelte nach rund 100 Jahren das Ende des Talkabbaus. Das Bergwerk wurde geschlossen, das Mahlwerk 2007 an die Paltentaler Holding verkauft. Die Naintscher Mineralwerke zahlten bis 2003 rund 30 Millionen Euro an Rettungskosten und Entschädigungen für die Hinterbliebenen und den geretteten Georg Hainzl. Dazu kamen Wiederherstellungskosten für 20 zerstörte bzw. beschädigte Häuser und Schadenersatz für die Wertminderung von Liegenschaften und Immobilien.
Auf der ehemaligen Pinge, in welcher die Häuser versanken, befindet sich heute eine Gedenkstätte für die verschütteten zehn Bergleute.

       

Samstag, 15. Juli 2017

16. JULI

Der 16. JULI ist der 197. Tag des Jahres - der 198. in Schaltjahren.
Es verbleiben noch 168 Tage bis Jahresende.
Sternbild:                                                                               Krebs 



16.7.622       Die islamische Zeitrechnung beginnt mit der Flucht Mohammeds und seiner Anhänger von Mekka nach Medina.

211 172       Innozenz III                                                     8.1.1198-16.7.1216
                                                                                   Vorgänger: Coelestin III
16.7.1216     Todestag Papst INNOZENZ III, (Lotario dei Conti di Segni) Geburtstag Ende 1160
                     Innozenz III war von 8.1.1198 bis 16.7.1216 Papst der römisch-katholischen Kirche. Seine Weihe erfolgte am 2.2.1198, und er nahm den Namen Innozenz III an. Er gilt als der bedeutendste Papst des Mittelalters und einer der besten Kirchenrechtler seiner Zeit.
                                                                                  Nachfolger: Honorius III

16.7.1228     FRANZ VON ASSISI wird von PAPST GREGOR IX heilig gesprochen.

16.7.1789     Zwei Tage nach dem Sturm auf die Bastille beginnt deren endgültiger Abriß.

16.7.1872     Geburtstag Roald Engelbregt AMUNDSEN, vermutlicher Todestag 18.6.1928
                     Norwegischer Polarforscher. Gemessen an den bei seinen Expeditionen erreichten Zielen ist Amundsen der erfolgreichste Entdeckungsreisende in Arktis und Antarktis. Er durchfuhr als erster die Nordwest- und nach Adolf Erik Nordenskjöld auch die Nordostpassage.  Am 14. Dezember 1911 erreichte er vor seinem britischen Rivalen Robert Scott mit vier Begleitern als erster Mensch den geographischen Südpol. Da weder Robert Peary noch Frederick Cook oder Richard Byrd ihre Ansprüche eindeutig belegen konnten, zählt Amundsen möglicherweise auch zu den ersten Menschen am geographischen Nordpol, den er auf einem transarktischen Flug im Luftschiff Norge am 12.5.1926 zusammen mit 15 weiteren Expeditionsteilnehmern erreichte. Roald Amundsen kam am 18.6.1928 bei einem Rettungsflug für den in Not geratenen italienischen Polarforscher Umberto NOBILE nach dessen mißlungenem Arktisüberflug ums Leben.

16.7.1896     Geburtstag Trygve Halvdan LIE, Todestag 30.12.1968
Trygve Halvdan Lie war ein norwegischer Politiker und Rechtsanwalt. Er hatte an der Universität Oslo Rechtswissenschaften studiert. Nach dem deutschen Angriff auf Norwegen am 1. April 1940 ging er mit König Håkon und der Regierung ins Exil nach London. Von 1941 bis 1945 gehörte er der norwegischen Exilregierung als Außenminister an. Am 1.2.1946 wurde er zum ersten Generalsekretär der vereinten Nationen ernannt, und am 10.12.1948 verkündete er die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“. 1951 wurde er gegen den Willen der Sowjetunion von der Vollversammlung als Generalsekretär der Vereinten Nationen wiedergewählt, trat aber am 10.1.1952 frustriert zurück. Seinen Nachfolger Dag Hammarsköld begrüßte er dementsprechend mit den Worten: „Willkommen in New York und bei den vereinten Nationen. Sie übernehmen hier den unmöglichsten Job der Erde.“
Trygve Lie starb im Alter von 72 Jahren an einem Herzinfarkt.

16.7.1909     Der Vorläufer der AUDI AG, die August Horch Automobilwerke GmbH, wird gegründet.

16.7.1911     Geburtstag Ginger ROGERS, Tänzerin, Todestag 25.4.1995
„Shall we dance?“ fragte sie 1937 Fred ASTAIRE - und er sie. Immerhin neun Filme lang.

16.7.1918     Der ehemalige Zar NIKOLAUS II. wird mit seiner Familie und vier Bediensteten in Jekaterinburg von den Bolschewiken gefangengenommen und in der folgenden Nacht  getötet.

16.7.1941     Geburtstag Desmond DEKKER, Sänger, Todestag 25.5.2006
Eigentlich Desmond Adolphus Dacres, war neben Laurel Aitken und Prince Buster sowie den im damaligen Ska aber noch nicht so bekannten Bob Marley und Jimmy Cliff einer der bedeutendsten jamaikanischen Ska-Sänger und Komponisten. Sein Stern sank, als der von Bob Marley aufging. Größter Hit des Jamaikaners: „Israelites“, 1968

16.7.1973     In der Watergate-Affäre sagt ein Zeuge aus, daß US-Präsident Richard Nixon alle Gespräche in seinem Büro auf Tonband aufzeichnen ließ.

16.7.1989     Todestag Herbert v. KARAJAN, Dirigent, Geburtstag 5.4.1908
Geboren als Heribert Ritter von Karajan, in Österreich amtlich: Heribert Karajan, war ein österreichischer Dirigent. Als dieser zählt er zu den bekanntesten und bedeutendsten des 20. Jahrhunderts. Karajan arbeitete mit vielem angesehenen Symphonieorchestern, wirkte an bedeutenden Opernhäusern und veröffentlichte zahlreiche Einspielungen klassischer Musik. Als Nachfolger von Wilhelm Furtwängler wurde er Chefdirigent der Berliner Philharmoniker - auf Lebenszeit. Auch war er einige Jahre Leiter der Wiener Staatsoper. Er machte sich und seine Musiker mit Platteneinspielungen reich, und er war Teil des Jetsets. Er arrangierte auch die Hymne der Europäischen Union.

16.7.1999     Todestag John F. KENNEDY jr., Jurist und Verleger, Geburtstag 25.11.1960
John F. Kennedy jr. Wurde als drittes Kind von John F. Kennedy und seiner Frau Jacqueline Bouvier-Kennedy geboren. Seine älteste Schwester Arabella war eine Totgeburt. Sein Bruder Patrick starb zwei Tage nach seiner Geburt. Heute lebt nur noch seine ältere Schwester Caroline Kennedy. Die Beisetzung seines am 22.11.1963 ermordeten Vaters fand an seinem dritten Geburtstag statt. Weltbekannt ist das Bild, auf dem er vor dem Sarg seines Vaters salutiert.
Er stürzte zusammen mit seiner Frau Carolyn Bessette-Kennedy und deren Schwester Lauren bei einem von ihm selbst gesteuerten Flug nach Martha‘s Vineyard kurz vor Erreichen des Zielflughafens im Atlantik ab.

16.7.2001     Todestag Beate UHSE-KÖSTLIN, Kunstflugpilotin, Geburtstag 25.10.1919
Beate Uhse, eigentlich Beate Rotermund-Uhse, geborene Köstlin, war eine deutsche Kunstflugpilotin und Unternehmerin. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete sie den ersten Sexshop der Welt. Heute ist die börsennotierte Beate Uhse AG einer der großen Marktteilnehmer im „erotischen Zubehörhandel“. Nach ihr wurde der Erotikkanal Beate Uhse TV von Sky benannt.

16.7.2004     Todestag Billy MO, Jazztrompeter und Sänger, Geburtstag 22.2.1923
Billy Mo, eigentlich Peter Mico Joachim, war angeblich der Sohn eines in Kamerun stationierten deutschen Offiziers, der ihm seinen Nachnamen schuldig blieb. Er verstarb an Herzversagen.

16.7.2005     Todestag Camillo FELGEN, Geburtstag 17.11.1920
Camillo Felgen, eigentlich Camille Jean Nicolas Felgen, war ein bekannter Luxemburger Sänger, Texter sowie  Radio- und Fernseh­moderator. Er war der Mann der „fröhlichen Wellen von Radio Luxemburg“, er schrieb Liedertexte wie „Schöner fremder Mann“  oder „Ich zähle täglich meine Sorgen“, und er moderierte 125mal die TV-Unterhaltungssendung „Spiel ohne Grenzen“.

                                                                                                                           



16.7.1872 Geburtstag Roald Engelbregt Amundsen

ROALD ENGELBREGT AMUNDSEN
NORWEGISCHER POLARFORSCHER
16.07.1872 – 18.06.1928

16.7.1872 Geburtstag Roald Engelbregt Amundsen, vermutlicher Todestag 18.6.1928
Roald Engelbregt Amundsen war ein norwegischer Polarforscher. Gemessen an den bei seinen Expeditionen erreichten Zielen ist Amundsen der erfolgreichste Entdeckungsreisende in Arktis und Antarktis. Er durchfuhr als erster die Nordwest- und nach Adolf Erik Nordenskjöld auch die Nordostpassage. Am 14. Dezember 1911 erreichte er vor seinem britischen Rivalen Robert Scott mit vier Begleitern als erster Mensch den geographischen Südpol. Da weder Robert Peary noch Frederick Cook oder Richard Byrd ihre Ansprüche eindeutig belegen konnten, zählt Amundsen möglicherweise auch zu den ersten Menschen am geographischen Nordpol, den er auf einem transarktischen Flug im Luftschiff Norge am 12.5.1926 zusammen mit 15 weiteren Expeditionsteilnehmern erreichte. Roald Amundsen kam am 18.6.1928 bei einem Rettungsflug für den in Not geratenen italienischen Polarforscher Umberto NOBILE nach dessen mißlungenem Arktisüberflug ums Leben.

16.8.1897 Unter der Leitung von Adrien de Gerlache de Gomery bricht das belgische Dampfschiff BELGICA von Antwerpen aus zu einer dreijährigen Expedition auf, die bis heute als eine der wichtigsten Expeditionen in die Antarktis gilt. An Bord befinden sich unter anderem die Wissenschaftler Henryk Arctowski und Emil Racovita sowie der noch völlig unbekannte Roald AMUNDSEN.

31.8.1906 Die Nordwestpassage ist durchfahren: Roald AMUNDSEN trifft mit seiner Crew von sechs Leuten mit dem Schiff Gjøa nach dreijähriger Forschungsfahrt in Nome (Alaska) ein.

9.8.1910 Mit Auslaufen des Polarschiffes FRAM aus der norwegischen Hauptstadt Kristiania (heute: Oslo) in Richtung Bucht der Wale beginnt Roald AMUNDSEN seine vor der Öffentlichkeit geheimgehaltene Südpolarexpedition.

21.1.1911 Roald AMUNDSEN errichtet am 80. Breitengrad das Basislager für seine Antarktisexpedition.

11.12.1911 Der norwegische Forscher Roald Amundsen erreicht als erster Mensch den geographischen Südpol.

11.5.1926 Umberto NOBILE startet von Ny-Ålesund mit einer 16-köpfigen Besatzung, darunter Roald AMUNDSEN, und dem Finanzier der Expedition, Lincoln Ellsworth, mit dem Luftschiff NORGE zur Fahrt über den Nordpol.

12.5.1926 Umberto Nobile und Roald Amundsen überfliegen mit einem Luftschiff den Nordpol.



Das Norwegische Seefahrtsmuseum ist unter anderem auch dem berühmten Polarforscher Roald Amundsen gewidmet:

Roald Engelbregt Gravning Amundsen wurde am 16. Juli 1872 in der Kommune Borge, heute Fredrikstad in der Provinz Østfold (Østfold Fylke), Norwegen, geboren. Er erreichte am 14.12.1911 vor seinem britischen Rivalen Robert Falcon Scott, mit vier Begleitern als erster Mensch den Südpol.

Roald Amundsen war das fünfte Kind des Schiffseigners Jens Amundsen und dessen Frau Gustava Sahlquist. Sein Vater hatte insbesondere durch Sklavenhandel zwischen China und Mittelamerika in den 1850er-Jahren ein beträchtliches Vermögen erworben. Gustava Amundsen, die knapp 16 Jahre jüngere Tochter eines Verwaltungsbeamten, lebte ebenfalls in China. Der erste Sohn der beiden, Jens Ole Antonius, wurde 1866 eben dort geboren. Erst danach kehrte das Ehepaar nach Norwegen zurück, wo es ein Haus in Hvidsten, knapp 50 km südlich von Kristiania (heute Oslo) bezog. Es folgten 1868 und 1879 zwei weitere Söhne, Gustav und Leon. Als vierter Sohn wurde 1872 Roald geboren. Sein Name ist altnordisch und bedeutet „der Ruhmvolle“.

Schon als junger Mann hatte er sich entschlossen, Entdecker zu werden. Besonders interessierten ihn die polaren Gebiete. Er hatte 1889 die Heimkehr Fridtjof Nansens erlebt und war von da an von einem einzigen Gedanken besessen: „Wenn ich nur die Nordwest-Passage schaffen könnte!“

Aber Roald Amundsen hatte auch eine Mutter, und, wie Mütter nun einmal sind, hatte sie andere Pläne mit ihrem Sohnemann: Der Bursche sollte was Anständiges lernen und Arzt werden! Aus reiner Loyalität ihr gegenüber begann er mit dem Medizinstudium, das er aber nach ihrem Tod aufgab. Er erwarb stattdessen das Steuermannspatent.

Die Möglichkeit, seine Jugendträume zu verwirklichen, bekam er, als er als Zweiter Steuermann auf dem belgischen Expeditionsschiff Belgica anheuerte, das 1892-1899 unter Adrian de Gerlache eine Antarktisexpedition durchführte. Da sich Gerlache als unfähig erwies, war Amundsen als Zweiter Offizier de facto Leiter der Expedition, bei der Teile der westantarktischen Küsse vermessen und erforscht wurden. Durch diese Tat wurde Fridtjof Nansen auf ihn aufmerksam und unterstützte ihn in den folgenden Jahren. Ziel seiner Träume war und blieb jedoch die Durchquerung der Nordwest-Passage. Unzählige Versuche, diese zu durchqueren, waren gescheitert, und diese Versuche endeten mit manch einer Tragödie…

Roald Amundsen kaufte die mit 47 Nettoregistertonnen eher bescheidene Hardangerjacht Gjøa, die mit einem Eisgürtel und einem 13 PS starken Motor ausge-rüstet wurde. Die „Gjøa“ wurde im Jahre 1872 in Hardagger gebaut und war das erste Segelschiff, das durch die Nord-West-Passage fuhr.

Kapitän Roald Amundsen verließ Norwegen am 17. Juni 1903 mit 6 Mann und blieb 23 Monate in Gjöahavn, um wissenschaftliche Untersuchungen zu machen. Die Reise wurde im Sommer 1905 fortgesetzt und vollendet. Im Oktober 1906 kam die Gjøa in San Francisco an. Sie wurde im Golden Gate Park aufgestellt. 1972 kam die Gjøa nach Oslo zurück und wurde dem Norwegischen Seefahrtsmuseum am 17. Juli 1972 offiziell übergeben.

Der 11. Juni 1914 war ein großer Tag im Leben Roald Amundsens: An diesem Tag bestand er die Pilotenprüfung, im September 1915 bekam er den zivilen Pilotenschein Nr.1.

Wahrscheinlich wegen des Ersten Weltkrieges von 1914 bis 1918 verzögerte sich Roald Amundsens Nordpol-Expedition mit dem Schiff Maud bis Juli 1918. Diese Expedition dauerte bis 1925. Der ursprüngliche Plan sah vor, nördlich der Behringstraße ins Packeis vorzudringen und dann mit dem Eis so nah wie möglich an den Nordpol zu treiben. So wollte man den Nordpol erreichen und dort umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen vornehmen. Amundsen ließ ein Schiff ähnlich wie die Fram bauen und gab ihm nach der damaligen Norwegischen Königin den Namen Maud.

Wegen des Weltkrieges und der besonders gefährlichen Situation auf den Meeren mußte die Maud den Weg durch die Nordost-Passage nehmen. Hier traf das Schiff auf schwierige Eisverhältnisse. Erst im Juli 1920 gelangte die Maud in die Behringstraße …

Nach den Flug mit dem Luftschiff Norge vom 11. bis 14. Mai 1926 sagte Amundsen: „Jetzt höre ich auf. Mögen andere weitermachen. Sollte aber jemand im Norden oder Süden meine Hilfe brauchen, stehe ich zu Diensten.“

Mit dem Luftschiff Italia brach Nobile am 23. Mai 1928 von Kings Bay in Richtung Nordpol auf. Auf der Rückfahrt havarierte das Schiff nordnordöstlich des Nordostlandes. Die Gondel wurde beim Aufprall auf die Stelle, die später als „Eisscholle des weißen Bären“ bekannt wurde, abgeschlagen. Nobile und neun Besatzungsmitglieder befanden sich auf der Scholle. Sechs Mann blieben an Bord des Luftschiffes und wurden niemals gefunden. Die Italia-Katastrophe führte zu einer gigantischen Rettungsaktion: Insgesamt beteiligten sich 7 Länder mit 22 Flugzeugen, 15 Fahrzeugen und insgesamt 1.400 Mann. Nobiles Lager wurde am 19. Juni 1928 entdeckt und am 24. Juni gerettet. Die anderen Überlebenden wurden vom russischen Eisbrecher Krassin am 11. Juni 1928 aufgenommen.

In dieser Situation war es naheliegend, Amundsen um Hilfe zu bitten. Seine kurze positive Antwort: „Right away!“. Man solle ihm ein Dornier Wal-Flugboot desselben Typs wie Nr. 25 zur Verfügung stellen, was aber nicht gelang. Die Franzosen waren bereit, eine Latham-Maschine zu schicken, obwohl dieses Flugboot für diesen Zweck nicht besonders geeignet war. Der Pilot der Latham kam am 16. Juni 1928 in Bergen an, gleichzeitig wie Dietrichson, Amundsen und Wisting. Die Reise führte am 18. Juni 1928 nach Tromsø, von wo sie um 16°° Uhr starteten. Die Radioverbindung wurde nach 2 Stunden und 45 Minuten unterbrochen …

Die Latham havarierte wahrscheinlich zwischen 19.45 und 19.15 Uhr auf halber Strecke zwischen Tromsø und der Bäreninsel. Jetzt mußte auch Amundsen gesucht werden! Große Gebiete wurden abgesucht, alle verfügbaren Mittel und Kräfte eingesetzt – vergeblich …

Roald Amundsen starb, nur 55-jährig, am 18. Juni des Jahres 1928...



16.7.1896 Geburtstag Trygve Halvdan LIE,

Trygve Halvdan LIE



16.7.1896     Geburtstag Trygve Halvdan LIE, Todestag 30.12.1968
Trygve Halvdan Lie war ein norwegischer Politiker und Rechtsanwalt. Er hatte an der Universität Oslo Rechtswissenschaften studiert. Nach dem deutschen Angriff auf Norwegen am 1. April 1940 ging er mit König Håkon und der Regierung ins Exil nach London. Von 1941 bis 1945 gehörte er der norwegischen Exilregierung als Außenminister an. Am 1.2.1946 wurde er zum ersten Generalsekretär der vereinten Nationen ernannt, und am 10.12.1948 verkündete er die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“. 1951 wurde er gegen den Willen der Sowjetunion von der Vollversammlung als Generalsekretär der Vereinten Nationen wiedergewählt, trat aber am 10.1.1952 frustriert zurück. Seinen Nachfolger Dag Hammarsköld begrüßte er dementsprechend mit den Worten: „Willkommen in New York und bei den vereinten Nationen. Sie übernehmen hier den unmöglichsten Job der Erde.“
Trygve Lie starb im Alter von 72 Jahren an einem Herzinfarkt.


16.7.1941 Geburtstag Desmond DEKKER

Desmond dekker




16.7.1941     Geburtstag Desmond DEKKER, Sänger, Todestag 25.5.2006
Eigentlich Desmond Adolphus Dacres, war neben Laurel Aitken und Prince Buster sowie den im damaligen Ska aber noch nicht so bekannten Bob Marley und Jimmy Cliff einer der bedeutendsten jamaikanischen Ska-Sänger und Komponisten. Sein Stern sank, als der von Bob Marley aufging. Größter Hit des Jamaikaners: „Israelites“, 1968



Freitag, 14. Juli 2017

15. JULI

Der 15. JULI ist der 196. Tag des Jahres - der 197. in Schaltjahren.
Es verbleiben noch 169 Tage bis Jahresende.
Sternbild:                                                                              Krebs 



15.7.1291     Todestag RUDOLF I. von Habsburg, König, Geburtstag 1.5.1218
                     Er ist der Stammvater der Habsburger, sein Grab befindet sich im Dom zu Speyer. Als Rudolf IV. Graf von Habsburg, Kyburg und Löwenstein war er Landgraf im Thurgau. Als Rudolf I war er ab 1273 der römisch-deutsche König aus dem Geschlecht der Habsburger, von 1276 bis 1282 zudem Herzog von Kärnten und Krain sowie von 1278 bis 1282 Herzog von Österreich und der Steiermark.

15.7.1606     Geburtstag REMBRANDT van Rijn, niederländischer Maler, Todestag 4.10.1669
                     Rembrandt Harmenszoon van Rijn, bekannt unter seinem Vornamen Rembrandt, gilt als einer der bedeutendsten und bekanntesten niederländi-schen Künstler des Barock.  Sein Schaffen fiel in die Epoche des Goldenen Zeitalters, als die Niederlande eine politischer, wirtschaftliche und künstlerische Blütezeit erlebten. Rembrandt studierte bei Pieter Lastman, eröffnete 1625 in Leiden sein erstes Atelier und zog bald Aufmerksamkeit auf sich. 1631 folgte Rembrandts Umzug nach Amsterdam, wo er sich zu einem gefeierten Künstler entwickelte. Trotzdem litt er zeitweise unter erheblichen finanziellen Problemen und ging 1656 in Konkurs. Zum Zeitpunkt seines Todes lebte er in Armut.

15.7.1683     Nachdem der Stadtkommandant Graf Ernst Rüdiger von STARHEMBERG die Kapi-tulation der Stadt abgelehnt hat, beginnt die ZWEITE WIENER TÜRKEN-BELAGERUNG.

15.7.1864     Einer von Edward WHYMPER geführten Seilschaft gelingt die Erstbesteigung des Aiguille d‘Argentière in der Mont-Blanc-Gruppe.

15.7.1904     Todestag Anton TSCHECHOW, Geburtstag 19.1.1860
                     Anton Pawlowitsch Tschechow war ein Schriftsteller, Novellist und Dramatiker aus Rußland. Er entstammte einer kleinbürgerlichen südrussischen Familie und war Arzt von Beruf, betrieb Medizin jedoch fast ausschließlich ehrenamtlich. Gleichzeitig publizierte er zwischen 1880 und 1904 insgesamt 600 literarische Werke. International ist Tschechow vor allem als Dramatiker durch seine Theaterstücke wie „Drei Schwestern“, „Die Möwe“ oder „Der Kirschgarten“ bekannt. In der für ihn typischen, wertneutralen und zurückhaltenden Art, Aspekte aus dem Leben und der Denkweise der Menschen der russischen Provinz darzustellen, gilt Tschechow als einer der bedeutendsten Autoren der russischen Literatur.

15.7.1916     William Edward BOEING und George Conrad WESTERVELT gründen in Seattle die Firma Pacific Aero Products Company, die sich zum Flugzeughersteller BOEING COMPANY weiterentwickelt.

15.7.1927     Nach einem Skandalurteil, dem SCHATTENDORFER URTEIL, wird der Wiener Justizpalast gestürmt und in Brand gesteckt. 94 Menschen kommen dabei ums Leben. Das „Schattendorfer Urteil“ war der Auslöser der sogenannten Julirevolte in Österreich. Es ist nach dem Ort Schattendorf im Burgenland benannt. Am 30.1.1927 hatte die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs in dem kleinen burgen-ländischen Ort eine Versammlung abgehalten, worauf zwei Tote, darunter ein achtjähriges Kind, und fünf Verletzte zu beklagen waren. Der österreichische Rechtsanwalt Walter Riehl, u.a. Leiter der nationalsozialistischen Gruppierung Deutschsozialer Verein) verteidigte die Täter im darauf folgenden Schattendorfer Prozeß. Die Täter wurden von einem Geschworenengericht freigesprochen, was als Skandal angesehen wurde und zu gewalttätigen Ausschreitungen in Wien führte.

15.7.1929     Todestag  Hugo von HOFMANNSTHAL, Geburtstag 1.2.1874
                     Hugo Laurenz August Hofmann, Edler von Hofmannsthal war ein österreichischer Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker, Librettist sowie  Mit-begründer der Salzburger Festspiele.  Er gilt als einer der wichtigsten Repräsentanten des deutschsprachigen Fin de siècle und der Wiener Moderne.

15.7.1946     Geburtstag Linda RONSTADT, Musikerin
                     Als sich die Country-Rock-Sängerin für den „linken“ Regisseur Michael Moore aussprach, randalierten die Fans in Las Vegas.

15.7.1997     Todestag Gianni VERSACE, Geburtstag 2.12.1946
                     Gianni Versace war ein italienischer Modeschöpfer und Gründer des Modeunternehmens Versace. Er soll, so die Anekdote, als kleiner Junge gern in den griechischen Ruinen von Reggio Calabria, nahe dem Strand gespielt haben und dort durch die Abbildung einer Gorgone zu seinem späteren Unternehmenslogo, dem Medusenkopf, inspiriert worden sein. 1996 erkrankte er an Knochenkrebs in der Wange und bekam Chemotherapie. Dadurch wurde er etwas müder, hörte aber nie auf zu arbeiten. Schlagzeilen machte sein Tod: Er wurde vor seinem Haus in Miami Beach vom 27-jährigen Callboy und Serienmörder Andrew Philip Cunanan, der zu diesem Zeitpunkt zu den vom FBI am meisten gesuchten Kriminellen gehörte und sich acht Tage später selbst das Leben nahm, erschossen.

15.7.1999     Großbritannien nimmt den seit dem Falkland-Krieg unterbrochenen Luftverkehr mit Argentinien wieder auf.

                                                                                                                            



15.7.1927 BRAND DES WIENER JUSTIZPALASTES

BRAND DES WIENER JUSTIZPALASTES
(SCHATTENDORFER URTEIL)



15.7.1927     Nach einem Skandalurteil, dem SCHATTENDORFER URTEIL, wird der Wiener Justizpalast gestürmt und in Brand gesteckt. 94 Menschen kommen dabei ums Leben. Das „Schattendorfer Urteil“ war der Auslöser der sogenannten Julirevolte in Österreich. Es ist nach dem Ort Schattendorf im Burgenland benannt. Am 30.1.127 hatte die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs in dem kleinen burgen-ländischen Ort eine Versammlung abgehalten, worauf zwei Tote, darunter ein achtjähriges Kind, und fünf Verletzte zu beklagen waren. Der österreichische Rechtsanwalt Walter Riehl, u.a. Leiter der nationalsozialistischen Gruppierung Deutschsozialer Verein) verteidigte die Täter im darauf folgenden Schattendorfer Prozeß. Die Täter wurden von einem Geschworenengericht freigesprochen, was als Skandal angesehen wurde und zu gewalttätigen Ausschreitungen in Wien führte.